SHR auf meinem FreeRunner
Gerade eben habe ich mir die "Stable Hybrid Release" (SHR) auf meinem FreeRunner installiert. Mit dem neuen illume sieht es sehr freundlich aus und ist auch besser bedienbar als andere Distributionen, die ich bisher getestet habe, da vor allem die Knöpfe im topshelf größer sind. Gleich nachdem aufspielen des Images wird man mit einem Wizard begrüßt, der ein unter anderem auch nach seiner Sprache fragt, ein Deutsches Wörterbuch resultiert daraus aber leider noch nicht.
Die Distribution basiert auf dem FSO-Image. In der Distribution ist bereits eine sehr gute Softwareauswahl vorhanden, unter anderem Pidgin, TangoGPS, Htop, ein Dateimanager, ein Mediaplyer, ein Adressbuch und sogar ein Dialer.
Auf meinem ersten Streifzug durch das System ist mir aufgefallen, das die meisten Fenster über den Bildschirmrand ragen, außerdem habe ich noch keine Möglichkeit gefunden meine SIM-PIN einzugeben. In den Einstellungen ("Settings") gibt es zwar einen Punkt "Brightness" aber der Wert ist "unknown".
Mit Pidgin kann man aber bereits Chaten, wobei sich das Chatfenster bei mir erst durch einen tripple-click geöffnet hat. Die Tastatur reagiert sehr zügig und ermöglicht so, mit einem passenden Wörterbuch, ein relativ angenehmes schreiben. Mal sehen, wohin die Reise geht ...
Nachtrag: Die SIM-PIN Eingabe öffnet sich nach dem Start automatisch. Wobei dies auch recht lange dauern kann. Beim ersten Start hatte sich das Eingabe Feld aber bei mir nicht geöffnet.
Kompetenzkonflikte und Ressourcenverschwendung
Wie ja fast jeder Weiß gibt es in der UNIX/Linux Welt zwei große Desktopumgebungen, KDE und Gnome. Zu jeder dieser Umgebungen gibt es auch je einen Instantmessaging-Client, Kopete und Pidgin (ehemals Gaim). Ein Kommilitone berichtete neulich, wie ihm bei einem Vortrag klar wurde, wie sehr sich die zwei Editor-Welten von vim und emacs bekriegen und wie viele Ressourcen dabei verschwendet werden. Dies ist ebenso sinnlos, wie die nie endenden Streitigkeiten zwischen den Benutzern verschiedener Distributionen. Doch befinden wir uns hier in der OpenSource Welt, warum bekommen es Menschen nicht hin gemeinsam an einer guten Sache zu arbeiten oder wenigstens andere Projekte mit dem gleichen Ziel neben sich existieren zu lassen, ohne sich gegenseitig anzugiften? Warum gibt es nicht einfach ein Team, das an der libpurple arbeitet und dann je an einem Userinterface für Gnome und an einem für KDE gearbeitet wird [1]?