Kompetenzkonflikte und Ressourcenverschwendung
Wie ja fast jeder Weiß gibt es in der UNIX/Linux Welt zwei große Desktopumgebungen, KDE und Gnome. Zu jeder dieser Umgebungen gibt es auch je einen Instantmessaging-Client, Kopete und Pidgin (ehemals Gaim). Ein Kommilitone berichtete neulich, wie ihm bei einem Vortrag klar wurde, wie sehr sich die zwei Editor-Welten von vim und emacs bekriegen und wie viele Ressourcen dabei verschwendet werden. Dies ist ebenso sinnlos, wie die nie endenden Streitigkeiten zwischen den Benutzern verschiedener Distributionen. Doch befinden wir uns hier in der OpenSource Welt, warum bekommen es Menschen nicht hin gemeinsam an einer guten Sache zu arbeiten oder wenigstens andere Projekte mit dem gleichen Ziel neben sich existieren zu lassen, ohne sich gegenseitig anzugiften? Warum gibt es nicht einfach ein Team, das an der libpurple arbeitet und dann je an einem Userinterface für Gnome und an einem für KDE gearbeitet wird [1]?
März 6th, 2008
Es gibt keinen Konflikt zwischen vim und Emacs, weil das zwei komplett verschiedene Programme sind. Wenn schon, dann sollte dein Kommilitone besser Emacs/XEmacs zitieren.
März 6th, 2008
Ich denke, dass das in der Natur des Menschen liegt, sich darum zu streiten ob A besser als B ist oder nicht. Auch in der OS-Welt ist das so. Ich finde dort nur schlecht, dass sich vieles so aufsplittet. Warum braucht man 5 Mediaplayer? Alternativen gut und schön, aber man sollte auch den eigentlichen Nutzen sehen.
Wiederum machen viele Entwickler Dinge aus Fun, weil sie sehen wollen, obs machbar ist etc. pp. Problematisch wirds erst, wenn man sich in Lager verschanzt und die eigenen “Leute” angreift. Man verwendet zwar KDE oder GNOME, aber gehört trotzdem zur Gruppe der OS-Welt. Und ich denke, dass dies nie vergessen werden sollte. Was interessierts mich, ob jemand dies oder jenes verwendet. Er hat sich zur OS-Bewegung bekannt und ist somit kein “Feind”, nur weil er etwas anderes verwendet als ich. Dies wird leider durch diverese Trolle in diversen Foren zelebriert. (KDE vs. GNOME, SuSE-Bashing, blablabla…)
Ich selbst finde aber auch gut, dass es eine Art Konkurrenzdenken gibt. Denn somit wird eine künstliche Evolution erzeugt und am Leben erhalten. Gebe es nur einen Desktop, einen Mediaplayer,… wie weit wären wir da heute? Es sollte nur ein Konkurrenzdenken sein, was konstruktiv ist und nicht hetzerisch oder giftig, wie von dir angesprochen.